Virtuelle Kreditkarten oder kurz VCCs, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Experten prognostizieren, dass der weltweite Wert von VCC-Transaktionen die beeindruckende Summe von 6,8 Billionen Dollar bis 2026 erreichen wird.
Doch bringt Ihnen das wirklich Vorteile? Wer nutzt diese Zahlungsmethode am häufigsten?
Und vor allem, welche Nachteile gibt es und worauf sollten Sie achten?
Das Verständnis wie dieser Zahlungsprozess funktioniert, hilft Ihnen, mit den neuesten technologischen Entwicklungen Schritt zu halten.
Los geht's!
1. Was ist eine virtuelle Kreditkarte?
Diese heiße neue Zahlungsart ist eine temporäre Kreditkartennummer die genutzt wird, um Online-Zahlungen oder Transaktionen abzuwickeln. Entwickelt als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme, verwenden diese Karten zufällig generierte Nummern, anstatt die echten Kreditkartendaten preiszugeben.
VCCs beschränken sich nicht nur auf Kreditkarten, sondern können sich auch auf Folgendes beziehen und diese unterstützen:
✅ Debitkarten
✅ Prepaid-Karten
✅ Kreditkarten.
Das schließt auch aufgeschobene Debitkarten mit ein.
Es ist erwähnenswert, dass aufgeschobene Debit- und Kreditkarten aufgrund eines höheren Sicherheitsrisikos höhere Interchange-Gebühren haben als sofortige Debit- und Prepaid-Karten.
Diese einzigartigen Kartennummern können je nach Bedarf belastet oder oder erstattet werden je nach Bedarf. Im Vergleich zu herkömmlichen Zahlungsmethoden bietet diese neue Zahlungslösung viele Vorteile.

2. Wem nützen virtuelle Kreditkarten am meisten?
Der Bedarf an einer VCN (Virtual Card Number) entstand am Markt durch B2B-Hospitality. Es ist eher selten, dass Privatpersonen sich für Zahlungen per virtueller Kreditkarte entscheiden, aber unmöglich ist es nicht. Wer sind also die Nutzer, auf die Sie sich am ehesten einstellen müssen?
✅ Geschäftsreisende
✅ OTAs
✅ Individualreisende
Schauen wir uns an, wie diese Art der virtuellen Karte jeder dieser Gruppen zugutekommt.
1. Geschäftsreisende
Vor dieser neuen Technologie mussten Menschen auf Dienstreisen das unangenehme Gefühl in Kauf nehmen, die Kosten für ihren Aufenthalt mit der eigenen Karte zu begleichen. Anschließend mussten sie ihren Chef um Erstattung bitten.
Man stelle sich den Stress vor. Eine spontane Dienstreise nach einem durchzechten Wochenende hätte einen finanziell ruinieren können. Nun, diese Zeiten sind vorbei.
Damit erfolgt die Reisezahlung direkt ohne den Mitarbeiter finanziell zu belasten.
2. OTAs
Es gibt zwei Möglichkeiten, wie OTAs Gästen ihre Buchung berechnen:
✅ Indem sie die Kreditkartendaten an die Unterkunft weitergeben und diese den Gast belasten lassen
✅ Indem sie indem sie ihn selbst belasten und anschließend eine VCC erstellen, mit der die Zahlung an die Unterkunft gesendet wird
Im Fall der Weitergabe der Daten an die Unterkunft erhält der Hotelier unverschlüsselte Kartendaten und trägt die Verantwortung für die Authentifizierung der Transaktion. Zudem wird der Gast von einer Website zur nächsten weitergeleitet, was oft dazu führt, dass er von seinem Kauf abgehalten wird und ihn letztlich nicht tätigt.
Im letzteren Fall wickelt die OTA die Zahlung selbst ab, was den Gast das Erlebnis nahtloser.
3. Einzelreisende
Gäste nutzen VCCs gerne wegen der Sicherheit die sie bieten. Indem sie eine einmalig nutzbare virtuelle Karte erstellen, wissen sie, dass sie einen Aufenthalt in jeder Unterkunft ohne Betrugsrisiko buchen können. Diese Zahlungskarte verfällt, sobald die Transaktion durchgeführt wurde.
Bei der Buchung ihrer Unterkunft über eine Buchungsplattform können sie ihre bevorzugte Zahlungsoption wählen. Ihr Guthaben wird dann auf eine VCC übertragen, die Sie wie eine herkömmliche Karte.
belasten können. Diese Karten können belastet oder oder erstattet werden je nach Bedarf angepasst werden.
Um mehr über die Arten von Gästen zu erfahren, denen Sie in Ihrer Unterkunft begegnen könnten, hier klicken.
3. Vorteile der Nutzung virtueller Zahlungen
1. Höhere Sicherheit
Diese Karten bieten eine hervorragende Möglichkeit, Kartendaten zu schützen vor betrügerischen Aktivitäten. Da diese Karten zufällig generiert werden und nur für den einmaligen Gebrauch bestimmt sein können, sorgen sie bei allen Beteiligten für ein beruhigendes Gefühl.
Einmalig nutzbare Kartennummern verfallen nach Abschluss der Transaktion, sodass selbst wenn jemand die Zahlungsdaten findet, er damit nicht viel anfangen könnte.
Mit Ausgabenlimits und Echtzeitüberwachung von Transaktionen, ist dies ein großer Sicherheitsvorteil.
2. Einfaches Ausgabenmanagement
Das Organisieren ihrer Ausgaben wird für Geschäftsreisende mit virtuellen Karten ganz einfach. Mit detaillierten Berichten und umfassenden Transaktionsdaten, können sie ihre Ausgaben im Blick behalten.
3. Im Notfall
Diese Karten erweisen sich auch als nützlich, wenn Mitarbeiter verlegen oder vergessen ihre Firmenkarten. Die Erstellung einer einmalig nutzbaren virtuellen Kreditkarte (VCC) kann dann ein wahrer Rettungsanker sein.
Falls eine unerwartete Ausgabe auftritt und herkömmliche Zahlungsmethoden nicht schnell genug genehmigt werden können, bietet dies eine rasche Lösung für das Problem.
4. Optimierte Abläufe dank Channel Manager
Ein leistungsstarkes Tool wie ein Channel-Manager sorgt dafür, dass die Abläufe in Ihrem Hotel im Hinblick auf digitale Karten deutlich reibungsloser funktionieren.
Unterkünfte profitieren von diesem Tool, da es einen automatischen Import weiterer Buchungsdetails von Buchungsplattformen oder OTAs ermöglicht.
4. Nachteile von Zahlungen mit virtuellen Kreditkarten
1. Hohe Interchange-Gebühren
Die Nutzung virtueller Karten innerhalb Europas unterliegt der PSD2-Verordnung. Vereinfacht gesagt sorgt diese Verordnung für eine 0.2% Gebühr auf Verbraucher-Debitkarten und eine 0.3% Gebühr auf Verbraucher-Kreditkarten.
Die Interchange-Gebühren für Firmenkarten sind 1.5%. Die PSD2-Verordnung gilt ausschließlich für in Europa ausgestellte Karten. Freuen Sie sich nicht zu früh, denn außerhalb Europas fallen die Interchange-Gebühren meist noch höher aus.
Falls Sie jetzt schon überfordert sind, kommt hier leider noch mehr.
Neben diesen Gebühren sollten Sie außerdem Folgendes im Blick behalten:
?Scheme-Gebühren
?Acquirer-Gebühren
?Gebühren des Zahlungsanbieters.
Das sind die üblichen Kreditkartengebühren aber diese sind NICHT in den ohnehin schon hohen VCC-Gebühren enthalten.
2. Eingeschränkte Nutzung
Je nach Buchungsplattform kann das Berechnen von zusätzlichen Leistungen im Hotel zur Herausforderung werden.
Manche VCCs lassen keine Belastung zu, die über den im Voraus gebuchten Betrag hinausgeht.
Das bedeutet, Sie müssen die echte Kreditkarte des Gastes belasten, wenn dieser eine Ihrer Zusatzleistungen buchen möchte. Achten Sie darauf, die VCC-Daten nicht im Reservierungssystem zu überschreiben, wenn Sie die echte Kreditkartennummer eingeben.
Es gibt eine Möglichkeit, Zusatzleistungen über eine VCC abzurechnen, allerdings ist das ziemlich kompliziert.
Dieser Vorgang nennt sich inkrementelle Autorisierung oder Over-Capture. Der Trick besteht darin, unter dem Vorwand von Nebenkosten einen zusätzlichen Prozentsatz auf die VCC-Belastung aufzuschlagen.
Das ist nicht nur kompliziert umzusetzen, sondern erhöht auch den administrativen Aufwand. Das heißt, Sie müssen von Ihren gewohnten Zahlungsmethoden abweichen und sich anpassen an die Anforderungen jeder einzelnen Buchungsplattform.
Ein echtes Durcheinander.
5. Booking.com und VCC
Die meisten von euch haben diesen Begriff wahrscheinlich über Booking.com kennengelernt. Schauen wir uns an, wie diese Karte dort typischerweise verwendet wird Plattform.
✅ Mit jeder neuen Buchung, die du erhältst, wird eine neue VCC verschickt, die enthalten ist in der Reservierung des Gastes
✅ Jede hat ein eigenes Aktivierungsdatum und Ablaufdatum, eine eigene CVCund weitere Details. Nach Ablauf werden diese Nummern nicht erneut verwendet.
✅ Du kannst eine VCC über ein POS-Terminal.
1. Wie wird abgerechnet?
Du kannst diese Karte entweder belasten über
ein POS-Terminaloder
wenn du ein Property-Management-System (PMS) nutzt, füge die Zahlung zur Reservierung des Gastes hinzu.
2. Wie erfolgt die Erstattung?
Bei diesem Thema steht dir Booking.com zur Seite. Sie helfen dir und unterstützen dich während des gesamten Prozesses.
In den meisten Fällen kannst du, sobald die Transaktion abgeschlossen ist, einfach den gleichen Betrag an dieselbe VCN zurücksenden.
Solltest du dabei auf Probleme stoßen, wende dich an deine Bank und an Booking.com, um Unterstützung zu erhalten.
6. Online-Zahlungsabwickler
Die Zahlungsabwicklung basiert auf der Online-Abrechnung und Verarbeitung von Kartenzahlungen. Dabei werden die Zahlungsinformationen des Kunden übermittelt, um die Transaktion abzuschließen.
Es tut nicht POS-Geräte benötigen und Kunden bezahlen können in mehreren Währungen.
Zusätzlich sorgt die vollständige Kartenverifizierung dafür, dass sowohl Ihre Daten als auch die Daten Ihrer Kunden umfassend geschützt sind, wodurch das Betrugsrisiko sinkt. Wenn sich Ihre Kunden beim Online-Bezahlen sicher fühlen, ist das ein entscheidender Faktor für Markentreue und den Aufbau eines seriösen, vertrauenswürdigen Rufs.
Eine Schlüsselrolle spielt dabei das Rezeptionssystem (PMS), weshalb der Zahlungsdienstleister erfolgreich in Ihr PMS integriert werden muss.
7. Vorteile der integrierten Online-Zahlungsabwicklung mit einem PMS
1. Verbesserte Gästeerfahrung
Die Implementierung dieses Systems ermöglicht es Gästen, zu bezahlen wie sie möchten von der Buchung bis zum Check-out, was das Nutzererlebnis verbessert und die Wahrscheinlichkeit von wiederholten Buchungen erhöht.
2. Keine Fehler mehr
Automatisierung reduziert Fehler erheblich und den Aufwand, sie zu korrigieren. Fehler zu vermeiden ist für Ihr Unternehmen äußerst wichtig und von großem Vorteil.
3. Schnellere Transaktionen
Die Zahlung erfolgt deutlich schneller und effizienter, was bekanntlich von jedem Gast sehr geschätzt wird.
4. Kein physisches POS-Terminal nötig
Seien wir ehrlich: Die meisten Menschen tragen heutzutage kein Bargeld mehr bei sich. Mit Karte oder sogar per Smartphone zu zahlen, ist deutlich bequemer, als zum Geldautomaten zu gehen. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß. POS-Terminals könnten der Vergangenheit angehören, sie gehen leicht kaputt und benötigen unter Umständen mehr Zeit für die Zahlungsabwicklung, wenn die Internetverbindung nicht einwandfrei funktioniert. Ihren Gästen diese Option zu bieten, wird enorm geschätzt und am Markt positiv wahrgenommen.
8. Fazit
Virtuelle Kreditkarten (VCCs) haben ihre Vor- und Nachteile. Sie sind für Geschäftsreisen aus Sicht der Gäste sehr sicher und praktisch bringen aber hohe Gebühren und Komplikationen mit sich auf Seiten des Hotels.
Sie sind eine Möglichkeit, die Kreditkarte eines Gastes über eine OTA oder eine Buchungsplattform zu belasten, ohne es dem Kunden unnötig kompliziert oder unsicher zu machen.
Werden sie für eine einmalige Transaktion verwendet, verfallen sie direkt danach, können aber auch für wiederkehrende Zahlungen eingerichtet werden.
Der Einsatz eines PMS mit einem Channel Manager macht den Umgang damit deutlich einfacher.
Ob Sie virtuelle Karten integrieren, liegt bei Ihnen, doch Tatsache ist, dass sie weit verbreitet und gängig im Einsatz sind.
9. Wie OTA Sync helfen kann
OTA Sync ist eine cloudbasierte All-in-One Software zur Verwaltung von Hotels und Apartments. Dank der cloudbasierten Technologie sind die Kosten drastisch gesenkt, die täglichen Aufgaben sind automatisierte, und der gesamte Effizienz verbessert und Umsatz der Unterkunft gesteigert wird.
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